Die Branche
Aus dem Alltag sind sie heute nicht mehr wegzudenken: Kunststoffe. Ob als Verpackung von Nahrungsmitteln, als Bauteil im Auto oder Bestandteil von Kleidung, Kunststoffe sind heute in einer großen Vielfalt, mit unterschiedlichsten Eigenschaften und für eine Vielzahl von Anwendungen erhältlich.
Die Wertschöpfungskette der Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen erstreckt sich von der Gewinnung und Produktion der Einsatzstoffe und Chemikalien (Erdöl, Erdgas und Folgeprodukte) über die Gewinnung der Primärkunststoffe bis hin zu deren Verarbeitung in Form von Halbzeugen und Fertigprodukten und anschließender Verwendung in den Absatzbranchen.
Wertschöpfungskette Kunststoff

- Quelle: Polymernetzwerk 2010
Seit 1950 ist die Kunststoffproduktion weltweit rasant gestiegen und eine Abkehr dieses Trends ist nicht in Sicht.
Weltproduktion an Kunststoffen 1950-2009 (in Mio. t)

- Quelle: Nach PlasticsEurope 2010
Auf Deutschland entfällt derzeit ca. 8% der Weltproduktion an Kunststoffen. Hauptabsatzmärkte für Kunststoffe bilden die Verpackungsindustrie (32,4%), das Baugewerbe (25,2%), die Automobilindustrie (9,2%) sowie weitere Anwendungsbranchen.
Hauptabsatzmärkte der Kunststoffindustrie in Deutschland 2008

- Quelle: Nach Consultic Marketing & Industrieberatung GmbH 2008
Im Ruhrgebiet bildet die Herstellung/Verarbeitung von Kunststoffen eine starke Branche innerhalb der regionalen Wirtschaft. Auch im innerdeutschen Vergleich positioniert sich das Ruhrgebiet als einer der führenden Kunststoff-Standorte. Über 500 Unternehmen mit mehr als 40.000 Mitarbeitern sind in der Einsatzstoffherstellung, Kunststoffverarbeitung sowie in zugehörigen Dienstleistungsunternehmen (Labore, IT, Recycling) und dem Anlagen- und Formenbau tätig.